Die Kooperation mit dem ASD Rahlstedt ist sehr eng, fruchtbar,
vertrauensvoll und qualitativ hochwertig. Die Kolleginnen und Kollegen dort
zeichnen sich neben ihrer Fachlichkeit durch ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft
und Flexibilität aus. Gemeinsam wird sehr viel Sorgfalt darauf verwendet,
zusammen mit den betroffenen Jugendlichen zu einem deren Bedürfnissen
entsprechenden Ausweg aus der jeweiligen Krise zu kommen. Im Vordergrund stehen
besonders der Erhalt des sozialen Umfeldes und die Tragfähigkeit der
Perspektiven nach Auszug aus den Gästewohnungen (vgl. Zwischenbericht,
S.16 f.; Abschlußbericht, S.7; Sachbericht 2001, S.8; Sachbericht 2002,
S.9, Broschüre `Konzept, Arbeitsweise, Erfahrungen, Stellungnahmen Sept.2004).
Aus unserer Sicht ist hier eine Zusammenarbeit entstanden, die verschiedenartige
Fachkompetenzen vereint, sinnvolle Arbeitsteilung beinhaltet und kreative
Entfaltung und Erprobung von Alternativen zu den klassischen HZE-Angeboten
ermöglicht. In diesem Bereich liegen noch viele Weiterentwicklungschancen.
Neben dem fachlichen Austausch mit den umliegenden Jugendeinrichtungen muss
hier die immer wieder enge einzelfallbezogene Zusammenarbeit mit dem Baui-Rahlstedt-Ost
und dem Jugendzentrum Startloch erwähnt werden. Mit den neuen Teams des
JUG und des Kirchenkellers Großlohe ist eine enge Zusammenarbeit aufgebaut
worden, von der künftig viele Großloher Jugendliche in Krisensituationen
profitieren werden. Die Zusammenarbeit mit Schulen im Umfeld beschränkte
sich bisher auf die jeweiligen Einzelfälle. Generelle Projekte der Zusammenarbeit
werden regelmäßig vom Straso-Team initiiert, wie beispielweise
Theaterprojekte, Hip Hop/Brakedance-Projekte und die Begleitung einer Hauptschulklasse
der Schule Charlottenburgerstraße.
Generell wurde zur Verbesserung der Ausbildungsplatzchancen der bei uns wohnenden
Jugendlichen der von Anbeginn der autonomen Jugendwerkstätten (ajw) an
bestehende enge Kontakt zur Straßensozialarbeit Rahlstedt genutzt und
intensiviert. In diesem Zusammenhang starteten 3 Mädchen eine Ausbildung
bei den ajw zum anderen wurden Bau- und Reparaturmaßnahmen in der Mädchen-Gästewohnung
durch die ajw ausgeführt.
Eine enge und positive Kooperation konnten wir ebenfalls zum Jugend- und Bildungswerk
der AWO Hamburg GmbH installieren, das mehrere Jugendliche kurzfristig in
das ABO-Projekt (Arbeits- und Berufsvorbereitung) aufgenommen hat. Zwei wurden
nach einigen Monaten in die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker übernommen.
Ohne all unsere engeren oder weiteren Kooperationspartner vor Ort und in der
Freien und Hansestadt Hamburg wären wir weitgehend handlungsunfähig.
Hiermit sei allen gedankt, die durch ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit
und schnelles unkompliziertes Handeln unser Anliegen, junge Menschen in Krisensituationen
schnell und flexibel zu unterstützen, realisierbar gemacht haben.
Das Projekt arbeitet jeweils fallspezifisch ohne besondere schriftliche Kooperationsvereinbarung mit folgenden Arbeitsbereichen zusammen:
- Schulen
- Offene Kinder- und Jugendsozialarbeit
- REBUS
- Hilfen zur Erziehung
- Berufsvorbereitung/Berufsorientierung
- Jugendberufshilfe
- Familienförderung (Frauen- u. Mädchentreffs)
- Arbeitsamt - Berufsberatung
- Arbeitsamt - Berufsausbildungsbeihilfe
- Arbeitsamt - Familienkasse
- Sozialamt
- Wohnungsamt
- Wohnungsbaugesellschaften/-genossenschaften
- Hamburger Arbeit
- Familienplanungszentrum
- Ärzte
- Krankenkassen
- verschiedenste Gläubiger
- Jugendgerichtshilfe
- Suchthilfe
- Beratungsstellen für Wohnungslose
- Ausbildungs- u. Praktikumsbetriebe
Das Projekt arbeitet fallübergreifend ohne besondere schriftliche Kooperationsvereinbarung mit folgenden Arbeitsbereichen zusammen:
- offene Kinder- und Jugendsozialarbeit (grundsätzlich)
- Mädchenarbeit
- Schulen (projektbezogen)
- Projekte zur flexiblen fam. Krisenintervention (ehemalige Modellprojekte)
- Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e.V.
- Fachhochschulen und Erzieherfachschulen (zwecks Praktikantenanleitung)
und mit den Bürgern aus den Stadtteilen.
In der Kooperation mit HzE-Trägern der ambulanten Betreuung kommt es leicht zu Problemen und Missverständnissen. Wir, als Mitarbeiter einer kleinen Einrichtung, die die Komm-Struktur u.a. als eine der obersten Arbeitsprämissen hat und in den Vierteln verankert ist, sind schon alleine aufgrund der permanenten hohen Nachfrage an Hilfe darauf angewiesen, in kürzester Zeit die bestmöglichen Erfolge für die Menschen, die uns aufsuchen, zu erzielen, weil wir ja die vielen anderen auch kennen, die unsere Begleitung und Intervention erbeten haben.
Bei uns gibt es eine tägliche - zwar zeitlich begrenzte - Erreichbarkeit. Es gibt die ungeschriebene Verpflichtung jedes Mitarbeiters der Straso und der angegliederten Projekte, an einem Ratsuchenden im Supermarkt oder auf der Straße ohne eine erfolgte Einladung in unser Büro nicht vorbeizugehen.
Diese Herangehensweise kollidiert in Krisensituationen extrem mit dem Prinzip der Fachleistungsstunden ganz besonders in Urlaubs-, Krankheits- oder Fortbildungszeiten der jeweils für das Mädchen oder für den Jungen Zuständigen in der ambulanten Betreuung durch HzE-Träger. Oft stellen die dann als Vertretung zuständigen KollegInnen nicht zu unrecht missmutig fest, dass die betroffenen Jugendlichen sie nicht aufsuchen.-
Eine fachlich problematische Lücke im Hilfesystem, die die Jugendlichen sofort sinnlich spüren. Warum sollten sie, die so viele Niederlagen durch die Erwachsenenwelt zu spüren bekommen haben, sich auf für sie eigentlich Fremde einlassen? Sie wenden sich lieber, - wenn überhaupt - , an ihnen bekannte Erwachsene und das auch noch möglichst niedrigschwellig, das heißt ohne festgezurrte Terminabsprachen.
Ergo landen sie bei den Strasos zwischen vierzehn und siebzehn
Uhr. Das hat sich seit 1980 rumgesprochen in den Vierteln Großlohe,
Rahlstedt-Ost und Hohenhorst.
Selbstverständlich versuchen wir klare Arbeitsabsprachen mit den jeweiligen
HzE-Trägern zu treffen, sofern es möglich ist.
Im akuten Notfall jedoch handeln wir ohne kostbare Zeit im manchmal
undurchsichtigen Dschungel nicht vorhandener Erreichbarkeiten oder unklarer
Zuständigkeiten zu verlieren.
Unsere Auftraggeber sind recht viele und sie sind für uns klar definierbar.
Es sind diejenigen, die uns um Rat und Hilfe aufsuchen.