" DENN DIE IM DUNKELN SIEHT MAN NICHT "
Streetlife e.V. Presse-Spiegel
Schuka, das Gypsy Pop Trio aus Großlohe, hat es geschafft. Am vergangenen
Freitagabend brachte es den Saal der Christopherus Gemeinde zum Beben; die
drei jungen Sinti und Roma-Frauen zwischen 18 und 25 Jahren kamen an beim
jugendlichen Publikum. Unterstützt durch eine Musikpädagogin, die
den Sängerinnen Mut machte, hatten sie monatelang für ihren ersten
Auftritt in der Öffentlichkeit geprobt.
Schuka war ein Programmpunkt im Kultur-Event "Großlohe beats",
Höhepunkt und Abschlußveranstaltung des Projekts "HipHop gegen
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit", auf der junge Rapper und Breakdancer
zwischen 6 und 25 Jahren zeigten, was sie nach fünf Monaten intensiven
Probens "drauf" hatten. MC's "Albino", KIM, A.D.O.P.,
Rapunzl, Ole und 040-Stylz überzeugten mit selbst getexteten Rap-Songs
für ein friedliches Miteinander. Die Internationale Breakdance Action
war Tummelplatz vor allem der Jüngsten, die halsbrecherische Figuren
tanzten.
Streetworker Ernie Hellmann, der gemeinsam mit Ingrid Jahnke das Projekt durchführte,
war vom positiven Gesamtergebnis begeistert: " Der oft kräftezehrende
Einsatz hat sich gelohnt. Alle haben engagiert mitgemacht; Selbstsicherheit
und Motivation der Kinder und Jugendlichen, deren oft tristes Alltagsleben
geprägt ist von Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung, sind gestiegen."
Professionelle Tips erhielten die jungen Sänger und Tänzer von einer
Musikpädagogin sowie einem Breakdance- und zwei HipHop Lehrern. Ferner
wurde das Projekt unterstützt vom Verein "Streetlife e.V.",
der Kirchengemeinde Großlohe und der Bundesregierung im Rahmen der Projektplattform
"Lokale Aktionspläne für Toleranz und Demokratie".
(wü)
Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
Die Mitarbeiter
von Streetlife e.V. sind mitten in einem Hip Hop Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit
und Rassismus. Immer mittwochs um 16.00 Uhr und donnerstags um 18.00 Uhr treffen
sich junge Menschen im Kirchenkeller Großlohe, um einerseits Hip Hop
Musik zu lernen, eigene Texte für ein friedliches Miteinander zu entwickeln
und andererseits an breakdance Lehrgängen teilzunehmen. Ein Abschlusskonzert
wird im Januar nächsten Jahres stattfinden. Die Älteren von uns
in Großlohe werden sicherlich gewisse Schwierigkeiten mit dieser Musikrichtung
(oder breakdance) haben. Und dennoch werden sie oft täglich mit dieser
Musikrichtung konfrontiert. Sicherlich ist in den Familien zu hören:
"Mein Gott, stell die Musik leiser! Das kann ja keiner aushalten!"
Die Toleranteren von uns machen die Tür zu oder versorgen ihre Kinder
mit Kopfhörern. Das ist alles nachvollziehbar und zu verstehen. Und dennoch
- Hip Hop ist ein wichtiger Bestandteil der heutigen Jugendmusik - Kultur.
Wenn man auf die Texte der Hip Hopper achtet, und darum geht es im wesentlichen,
ist man erstaunt, was für intelligente, einfühlsame und politische
Texte zu den wirklichen Knackpunkten dieser Zeit zu hören sind. Warum
denn nun machen wir als Strasos ein Hip Hop Projekt, hä?
Als wir vor den Sommerferien das Projekt planten, sind wir sofort auf großes
Interesse bei vielen Jugendlichen gestoßen. Viele wollten gern gegen
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aktiv werden. Auf alle Fälle war das
Gefühl der Jugendlichen, dass keiner wegen seiner Hautfarbe, Kultur oder
seines Glaubens verleumdet, beschuldigt oder gar verfolgt werden darf. Das
erste Treffen ging mit viel Spannung und Neugierde über die Bühne.
Auf dem dritten Treffen im Kirchenkeller Großlohe saßen viele
junge Menschen mit unaussprechlichem Entsetzen, Trauer und tiefem Mitgefühl
für die Opfer der barbarischen Anschläge in Washington und New York.
Dieser blutige Terror war für sie einfach unvorstellbar. Täglich
konnten sie die grausamen Bilder im Fernsehen beobachten. Diese Bilder lösten
immer mehr Angst und Trauer in ihnen aus.
| Das
Leitungsteam von Streetlife hat sich die Frage gestellt, ob in Anbetracht
der feigen Anschläge das Projekt unterbrochen werden sollte. Aber
es war besser, es nicht zu tun, und lieber mit den Jugendlichen darüber
zu reden. Viele der Jugendlichen kommen selbst aus Krisengebieten und
wissen was Hass, Zerstörung und Vertreibung anrichten. Hass ist der größte Feind jedes einzelnen Menschen. Er lässt grundsätzlich das Gute in uns nicht zu. Wer Haß durchschaut, hat die Möglichkeit, sich zu ändern. Und genau das haben wir uns bei der Entwicklung des Projekts gewünscht. Also wird es weiterlaufen. "Für ein friedliches Miteinander in Großlohe und weltweit!" Die Jugendlichen haben in diesem Hip Hop Projekt die Möglichkeit, die grauenhaften Bilder gemeinsam zu verarbeiten. Den Jugendlichen aus Krisengebieten soll darüber hinaus bei der Bewältigung ihrer eigenen leidvollen Vergangenheit geholfen werden. Wir können es nicht zulassen, dass Menschen islamischer Herkunft plötzlich verleumdet werden und womöglich mit für die feigen Anschläge verantwortlich gemacht werden. Wer noch mitmachen möchte und zwischen 11 und 18 Jahre alt ist, möge sich wenden an den Kirchenkeller Großlohe bei Heidi und Fariba Tel.: 6771419 oder an die Strasos Ernie Hellman Tel. 6772027 |
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Artikel, vom : 25.09.2001
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HIP HOP und Breakdance Projekt
Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
Streetlife e.V., Straßensozialarbeit in Rahlstedt, führt
derzeit ein Hip-Hop und Breakdance-Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit und
Rassismus durch. Regelmäßig werden wöchentlich mittwochs
und donnerstags von 16 - 20 Uhr im Kirchenkeller der Kirchengemeinde Großlohe
Lehrgänge von HIP-HOPern und Breakdancern angeboten. Jeder Mensch von
11 bis 18 Jahren ist herzlich eingeladen. Zusätzlich besteht für
alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich im JAMLJNER-Musikbus, der irgendwann
vor dem EKZ Großlohe oder der Schule Neurahlstedt steht, musikalisch
auszuprobieren. Im Januar 2002 gibt es eine große Musikveranstaltung
in Rahlstedt, auf der die Künstler ihr erarbeitetes Programm darbieten
können.
Weitere Informationen gibt's direkt im Kirchenkeller, im Internet unter
www.streetlife.net
oder bei Streetlife direkt unter
Tel..6772027
(wü)
Hip-Hop gegen Rassismus
GROSSLOHE (MG).
Unter dem
Motto "Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für ein friedliches
Miteinander" steht ein großes Hip-Hop- und Breakdance-Projekt,
das "Streetlife" ("Verein für Straßensozialarbeit
in Hamburg e.V," in der Rahlstedter Straße 150b) seit letztem
Mittwoch in der Kirchengemeinde Großlohe am Großloher Ring durchführt.
Im dortigen Kirchenkeller werden ab Sofort mittwochs (HipHop) und donnerstags
(Breakdance) Lehrgänge angeboten, an denen (jeweils zwischen 16 und
20Uhr) Jugendliche zwischen
elf und 18 Jahren teilnehmen können. Stadtbekannte Akteure der Szene
vermitteln Anfangern wie Fortgeschrittenen entsprechendes Können. Das
Projekt (wird von der Bundesregierung im Rahmen des Programms "Lokale
Aktionen für Toleranz und Demokratie" gefördert) läuft
bis Dezember und endet schließlich im Januar mit einer großen
Veranstaltung in Rahlstedt, bei der alle Teilnehmer auftreten sollen. Weitere
Informationen gibt´s direkt vor Ort im Kirchenkeller, bei "Streetlife"
unter Telefon 677 20 27 oder im Internet unter www.streetlife.net Auf der
Homepage gibt's auch Auskünfte zum "Jamliner", der in den
nächsten Tagen und Wochen wiederholt vor dem Einkaufszentrum Großlohe
und der Schule Neu-Rahlstedt anzutreffen sein wird. In dem Musik-Bus (ein
umgebautes Fahrzeug der Hochbahn), den die Straßensozialarbeiter angemietet
haben, kann jeder, der musikalisch ist oder meint, es zu sein, seine Fähigkeiten
ausprobieren und unter Beweis stellen. Denn das "Musikmobil" ist
ein echter Proberaum mit Tonstudio und vollgestopft mit Gitarren, Keyboard,
Schlagzeug, Verstärkern, Mikros und vielen anderen Dingen. "Der
Jamliner ist sicher ein weiteres Highlight im Rahmen unserer Aktion gegen
Faschismus", sagt Sozialarbeiter Erni Hellmann, der auf eine große
Resonanz bei den Kids aus Großlohe und Umgebung hofft.
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Artikel, vom : 06.09.2001 |
HipHop für Solidarität
Rahlstedter Kids breaken und rappen gegen Fremdenfeindlichkeit
Viele Arbeitslose, noch mehr Sozialhilfeempfänger und ein hoher Ausländeranteil - die Wohnsiedlung Großlohe in Rahlstedt gehört zu Hamburgs sozialen Brennpunkten. Das Wählerpotenzial für rechte Parteien liegt bei erschreckenden 29 Prozent. Mit einem "HipHop Projekt" wollen Jugendliche jetzt gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aktiv werden - und dabei Spaß haben.
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In den Jugendtreffs von Großlohe treffen Jungen und Mädchen aufeinander, die 14 verschiedenen Nationalitäten angehören. Jedes dritte Kind wird nur von einem Elternteil erzogen, viele leben von Sozialhilfe, Trotzdem sitzen die Kids nicht frustriert in der Ecke, sondern sind lebendig und neugierig. "Mit unserem HipHop-Projekt gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wollen wir mehr Solidarität im Viertel schaffen", sagt Ernie Hellmann, Streetworker bei "Streetlife".Rapperin "MC A.D.O.R" (Aimee Ringel), Breakdancer Zias Askar und Rapper "Albino" (Mattias Albrecht, v.l.) leiten HipHop-Kurse |
Rapperin "MC A.D.O.R" (Aimee Ringel), Breakdancer Zias Askar und Rapper "Albino" (Mattias Albrecht, v.l.) leiten HipHop-Kurse. |
| Die Jugendlichen können mit erfahrenen Rappern Texte und Musik schreiben und die Lieder dann einstudieren. Wer mehr auf Bewegung steht, studiert mit fähigen Breakdancern eine Performance ein. Am Schluss wird alles in einer großen Bühnenshow präsentiert. Außerdem nehmen die Kids selbst eine CD und ein Video von ihren Aktionen auf. |
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Streetworker Ernie Hellmann betreut das Projekt |
Gerade Rap-Musik
ist dazu prädestiniert, auf Missstände hinzuweisen und auf gesellschaftliche
Veränderungen zu drängen", sagt HipHopper "Albino"
alias Matthias Albrecht. Deshalb hat er sich auch bereit erklärt, bei diesem
Projekt mitzuwirken. Organisatoren sind "Streetlife" und die Kirchengemeinde
Großlohe, Das HipHop- und Rap-Projekt läuft mittwochs von 16 bis
20 Uhr im Kirchenkeller Großlohe (Großloher Ring), das Breakdance
Projekt donnerstags von 18 bis 20 Uhr. Ein erstes Treffen fand bereits statt,
aber natürlich können auch später noch Jugendliche dazustoßen.
Nähere Infos zum Projekt gibt es auf der Seite www.streetlife.net